Neuer Rekord für meine Drohnenthermographie

Letzte Woche habe ich in einem Tag eine Photovoltaikanlage mit 4.8 MW thermographiert. Das ist zum einen ein Rekord für mich (die grosste von mir komplett thermographierte Anlage), zudem konnten alle Flüge in einem Tag durchgeführt werden. Ausnahme war ein Thermographieflug in grosser Höhe. Insgesamt waren 5 Flüge von 20 – 30 Minuten Länge notwendig, um das ganze Feld in rund 10 m Höhe abzufliegen. Zwei weitere Flüge in 30 – 35m Höhe, für die Übersicht, wurden separat durchgeführt.

Das beweist wieder, wie effizient die Drohnenthermographie ist.

Wie viel Wind erträgt eine Drohnenthermographie

Am letzten Donnerstag habe ich im Wallis eine Photovoltaikanlage thermographiert. Vor dem Start habe ich etwas gezögert, weil ein heftiger Talwind geweht hat. Meteoschweiz hat 30 km/h gemessen, mit Böenspitzen von bis zu 60 km/h.

Probeweise habe ich abgehoben, und siehe da, die Drohne stand einigermassen stabil in der Luft. Die beiden Flüge, zuerst Thermographie und dann der visuelle Film sind auch ohne Zwischenfälle abgelaufen. Die Drohne erträgt mehr Wind als man denkt. Lediglich die Höhenstabilisierung ist bei Böen ungenau, vermutlich weil der Barometer beeinflusst wird.

Bestätigung der Drohnenpilotenkenntnisse

Letzthin habe ich beim Schweizerischen Verband Ziviler Drohnen die „Due“-Prüfung bestanden. Das ist ein Nachweis vertiefter Kenntnisse der rechtlichen Rahmenbedingungen und ein praktischer Test der Fähigkeiten als Pilot. Damit können Kunden sicher gehen, dass wir unser Gewerbe mit Sorgfalt und Sachkenntnis ausüben. Es wird auch die Bewilligung für Flüge in kritischen Zonen vereinfachen.

Unser Kerngeschäft ist aber immer noch die Expertentätigkeit, Drohnen fliegen ist nach wie vor ein Hilfsmittel.

Nochmals: Globalstrahlung und Thermographie

Wir haben jetzt die gleiche Anlage mit zwei verschiedenen Einstrahlungen thermographiert:

  • ein Mal mit 200 W/m²
  • ein Mal mit 750 – 900 W/m²

Es bleibt bei der Feststellung: man sieht die Fehler auch bei tiefen Einstrahlungen. Bei hohen Einstrahlungen sind die Probleme nicht mal besser sichtbar:

200 W/m²

gleiche Stelle mit 800 W/m²:

Unangenehme Fakten zu PID (Potential Induzierte Degradation)

Eine Umfrage in Deutschland hat berechnet, dass rund 16% aller Anlagen von PID betroffen sind. Man kann die Resultate wohl ungefähr auf die Schweiz übertragen. Ende 2017 waren rund 1’800 bis 1’900 MW an Photovoltaik installiert. Wenn diese Zahlen stimmen, dann wären mehr als 250 MW in der Schweiz von PID betroffen.

Auch wenn diese Zahl mit Vorsicht zu geniessen ist: Man kann einen Produktionverlust von 25’000 MWh pro Jahr schätzen, und einen finanziellen Verlust von ungefähr CHF 400’000 pro Jahr.

In unserer Arbeit haben wir bisher 6 MW entdeckt. Es gibt noch viel zu tun! Und die Feststellung sowie der Beweis ist gar nicht so schwierig!

Die Thermographiesaison hat wieder begonnen

Man kann wieder anfangen auf den Anlagen zu arbeiten. Heute haben wir den ersten Thermographieversuch gemacht, trotz mässigem Wetter. Es ging aber eher um eine Rekognoszierung vor dem Abfliegen der 2.7 MW-Anlage.

Die Globalstrahlung betrug rund 200 W/m2. Also weit weniger als was für Thermographie empfohlen wird. Und wieder mal: es funktioniert halt doch:

PID-Syptome

Glasbruch

Gerade bei PID hatten wir Zweifel, ob die Symptome bei geringen Einstrahlungen sichtbar werden. Vergebliche Sorge, klarer kann es nicht sichtbar werden. Wir können die Frage der Globalstrahlung in Zukunft etwas entspannter angehen.

 

Erfolgreicher Einsatz an der Messe „Tier&Technik“ in St.Gallen

Vom Donnerstag 22. bis Sonntag 25. Februar waren wir zu Gast auf dem Stand der Solvatec der Messe „Tier&Technik“.

Angesichts der vielen Photovoltaikanlagen, die von Landwirten betrieben werden war dies eine sinnvolle Ergaänzung zum Leistungsangebot der Solvatec: Prüfung von Photovoltaikanlagen mittels Thermographie. Zur Messe haben wir ein attraktives Angebot angeboten: Bezahlung nach gefundenen Fehlern. Hier finden Sie mehr Informationen

Wir können es nicht lassen: 27 Jahre in Betrieb

Die erste Photovoltaikanlage, die ich im Rahmen der Solargenossenschaft Greina gebaut habe, ist nun seit 27 Jahren in Betrieb. Und erstaunlicherweise läuft diese Anlage immer noch gut. Die Degradation liegt bei ungefähr 5%, der technische Zustand ist gut und es gibt keinen Grund, weshalb diese Anlage noch ein paar Jahr gut laufen sollte.

Nach der Demontage der noch älteren Anlage des SUPSI dürfte dies nun eine der ältesten funktionstüchtigen Anlagen der Schweiz sein. Wir können auch darauf hinweisen, dass sich der Anlagepreis um den Faktor 20 gesenkt hat!

Entwicklung der Performance: