Preise von Batteriespeichern

Wir haben letzthin ein Angebot für einen bedeutenden Batteriespeicher erhalten. 30 kWh Kapazität soll er haben, betrieben wird er über über einen SMA Sunny Island. Kosten soll das Ganze CHF 40’000. Ich habe mir ein paar Fragen gestellt. Ein Tesla Basismodell mit 75 kWh Batteriekapazität kostet CHF 75’700. Das heisst für den doppelten Preis des Batteriespeichers erhalte ich 2.5 Mal mehr Speicherkapazität, und herumfahren kann ich damit auch noch. Hier stimmt etwas nicht!

Berechtigung für Drohnenthermographie in Frankreich

Die Jendra Power AG hat das Recht erhalten, in Frankreich Drohnenthermographie anzubieten. Dieser Zulassung ist eine Weiterbildung (Theorieprüfung für das Ultraleichtflugzeug-Brevet) und die Ausarbeitung und Einreichung verschiedener Dokumente vorausgegangen. Diese Woche haben wir nun die Zulassung erhalten.

Diese Zulassung beschränkt sich auf das Flugszenario S1 (Beschränkung von Distanz und Höhe, Flug in Sichtdistanz und ausserhalb von Agglomerationen). Somit dürfen wir Flüge über Freiflächenanlagen ausführen.

 

Photovoltaik ist Bautechnik

Eine Photovoltaikanlage ist immer auch ein Bauwerk. Die Vernachlässigung elementarer Regeln der Baukunst führt zu grossen Schäden.

Lange Zeit war die Photovoltaik eine Technologie, wo der Schwerpunkt auf den Solarkomponenten lag:

  • Solarmodule
  • Wechselrichter
  • Kabel
  • Klemmenkasten

Heute existieren gute Standards, man kann nicht mehr so viel falsch machen. Es ist jedoch noch möglich, Komponenten falsch zusammenzu-bauen, Montagsserie mir Fehlern sind häufig. Die meisten Fehler passieren im Design der Anlagen.

Es hat sich jedoch noch nicht herumgesprochen, dass man, vor allem wenn es sich um eine Freiflächenanlage handelt, ein Bauwerk in die Landschaft stellt. Das ist primär eine Bauaufgabe.

Als Schadensexperte, aber auch im Rahmen von technischen Prüfungen, treffe ich auf Fälle, wo elementare Regeln der Baukunst nicht eingehalten worden sind. Das hat meist sehr teure Folgen!

Zusammenbruch einer Anlage wegen mangelhaft konstruierter Fundamente

Dieser Zusammenbruch ist zwar auf eine temporäre Überlastung durch Schnee zurückzuführen. Aber der Schaden wäre nicht eingetreten, hätte man die Fundamente korrekt ausgelegt. Das Resultat ist ein Totalschaden an der Unterkonstruktion.

Strukturschäden wegen mangelhafter Erdbauarbeiten

Eine Grundregel, die man als Bauingenieur sehr rasch lernt, ist die, dass man Aufschüttungen Zeit geben muss, um sich zu setzen. Das hat sich bei Photovoltaikern noch nicht herumgesprochen. Die Folgen können fatal sein, besonders wenn die Unterkonstruktion steif konstruiert ist.

Hangrutsche

Anlagen an Hängen sehen zwar gut aus, aber sie können sehr heikel sein. Gründliche geologische Untersuchungen und sorgfältige Fundation sind ein Muss. Die Reparatur von aus dem Gleichgewicht geratenen Unterkonstruktionen ist ausserordentlich aufwändig.

Kostenloses Seminar über die Drohnenthermographie

Erfahren Sie mehr über die Drohnenthermographie

Das Seminar hat erfolgreich stattgefunden. Die Diskussionen waren interessant und angeregt. Wollen Sie mehr wissen oder wollen Sie ein individuelles Seminar, dann melden Sie sich unter +41 44 515 12 79 oder office@jendra-power.ch.

hier finden Sie mehr Informationen über die Drohnenthermographie:

Drohnenthermographie

Thermographiefilme

Wie kann man Freiflächensolaranlagen gegen Diebstahl sichern?

Der Anblick ist betrüblich: eine Photovoltaikanlage in der Komponenten gestohlen wurden. Es handelt sich nicht nur um Solarmodule, auch Kabel und Wechselrichter kommen weg. Der Schaden eines Diebstahls ist meist wesentlich höher als der Wert der gestohlenen Ware, vor allem wenn sie auf dem Schwarzmarkt verhökert werden muss. Was kann man tun, um Diebstählen vorzubeugen? Das Problem ist schwieriger als man denkt. Wir wurden von einer Versicherung in mehreren Fällen beauftragt, herauszufinden, weshalb ein Diebstahl passieren konnte. Bloss ein einziger Fall war sehr rasch aufgeklärt: Die Solaranlage hatte gar kein Sicherheitssystem. Die Erbauer haben darauf vertraut, dass die Nachbarschaft, ein Wohngebiet, einen passiven Schutz bieten würde. Bloss wie sollen die Nachbarn wissen, dass die „Monteure“ auf der Anlage falsch sind und etwas klauen?

Eine andere Feststellung: Im Fall eines Diebstahlversuchs versagt oft die Sicherheitsanlage. Verdächtig-verdächtig. Aber der Nachweis, dass jemand in der Sicherheitsfirma mit den Dieben unter einer Decke steckt ist ausserordentlich schwierig.

Eine weitere Feststellung: die Kriminellen sind sehr clever. Man kann davon ausgehen, dass sie den Schwachpunkt der Sicherheitsanlage treffsicher finden. Sie beobachten, sie testen, sie haben verblüffend gute Kenntnisse der Funktionen der Sicherheitsanlage und wissen auch genau, von welcher Seite sie sich den Zutritt verschaffen müssen. Wir werden hier leider nicht in Details der vorgefundenen Vorgehen eingehen können. Aber in gewissen Fällen reichen die Vermutungen bis zu Cyberattacken gegen die Sicherheitsanlage.

Und was ist mit den mechanischen Schutzmethoden? Sicherheitsschrauben, widerstandsfähiger Zaun? In keinem der Fälle hat das geholfen, im Gegenteil, der Schaden wurde nur noch grösser. Die Module werden einfach weggerissen, die Unterkonstruktion riskiert Schäden.

Was hilft dann gegen Diebstähle in Solaranlagen? Eine mögliche Lösung sind redundante Systeme. Das kann heissen:

  • Kameras mit überlappenden Sichtbereichen. Wenn eine Kamera ausfällt oder manipuliert wird, dann wird der Bereich von benachbarten Kameras weiterhin überwacht .
  • Verwendung eines zweiten, unsichtbaren Backup-Sicherheitssystem. Wenn Einbrecher nichts sehen, dann gibt es auch nichts zu manipulieren.
  • Auf der Ebene der Sicherheitsfirma kann man sich überlegen, vorausgesetzt man hat ein Backup-System, eine zweite Videozentrale zu engagieren. Damit wird das Risiko einer Zusammenarbeit von Einbrechern und Sicherheitsfirma vermindert.

Was könnte ein Backup-System sein. Hier gibt es Ideen, aber noch keine pfannenfertigen Lösungen.

  • Ein gewisser Prozentsatz der Module könnte mit RFID-Chips (oder ähnlich) ausgerüstet werden. Diese Module lösen einen Alarm aus, wenn sie den Zaun passieren.
  • Eine geäusserte Idee war, in der Mitte des Solarparks eine Mobilfunk-Mikrozelle einzurichten. Wenn sich ein Telefon zu einer unpassenden Zeit dort einloggt, dann ist etwas faul. Der Pferdefuss dieser Idee ist, dass sie möglicherweise noch illegal ist.
  • Es gibt druckempfindliche Kabel im Boden.

Letztendlich muss aber im Fall eines Alarms eine Patrouille auf die Anlage fahren. Es ist nicht so gemütlich, mitten in der Nacht in einer Solaranlage herumzufahren, in welcher man Kriminelle vermutet. Eine Drohne mit Thermographiekamera könnte die Situation erheblich entspannen, weil man Personen detektieren kann, ohne in die Anlage hereinfahren zu müssen.

Schlussfolgerung: Ja, man kann eine Anlage schützen, aber es kostet. Weil die Kriminellen sich weiter entwickeln muss die Sicherheitsanlage auch immer wieder angepasst werden. Es ist so eine Art „Wettrüsten“.

Winterarbeit für den Experten

Die Arbeit als Solarexperte hängt für Messaufgaben von der Globalsstrahlung ab, und die ist im Winter bekanntlich Mangelware. Dafür kann man sich neuen Projekten widmen und in Weiterbildung investieren.

Weil ich in Frankreich die Drohnenthermographie anwenden möchte, muss ich den Französischen Vorschriften entsprechen. Im konkreten Fall heisst dies: Theoriprüfung für das Pilotieren von Ultraleichtflugzeugen. Also lerne ich Flugmechanik, Luftraumorganisation, Flugplanung, Kommunikation mit der Flugkontrolle, Meteorologie. Das ist wohl interessant, aber für das Fliegen einer Drohne in keinster Art und Weise nützlich. Wer wohl diese Vorschrift ausgedacht hat?

Nachtrag: die Prüfung ist jetzt am 15. Februar 2017 bestanden, jetzt kann es an die Arbeit gehen.